Tja, nun sitze ich hier also ganz allein im Internetcafe...
Keine Angst, alles klar bei uns, aber Gerd hat seit heute morgen einen komplett steifen Nacken und nun musste ich ihn - ebenfalls wiederum ganz allein - im Hotelzimmer zuruecklassen, um die Zeit hier wenigstens zu nutzen, um nochmals ein bisschen was zu schreiben!
Allein hier loszuziehen und die Stadt anzuschauen, das macht einfach keinen Spass, nachdem wir die letzten 4 Wochen immer zusammen waren und wir gemeinsam unseren Urlaub geniessen konnten, hab' ich echt keine Lust drauf, allein auf den Skytower hochzufahren oder an den Hafen zu laufen...
Na ja, vielleicht hab' ich ja Glueck und es geht ihm nach einem leckeren Starbucks-Frappuccino
(den ich ihm nachher auf dem Rueckweg mitbringen werde) ein bisschen besser und wir koennen vielleicht doch noch ein bisschen Sightseeing machen!
Gemein ist naemlich, dass fuer heute eigentlich Wolken und sogar ein bisschen Regen angesagt war, jetzt lacht aber gerade die Sonne vom Himmel und so faellt es dem Gerd natuerlich besonders schwer, im Bett zu bleiben - die Schmerzen (es faehrt ihm halt richtig in den Muskel rein, sobald er sich bewegt...) sorgen dann aber doch dafuer, dass er fast bewegungsunfaehig im Bett bleibt!
Hey Sepp, ich nehme mal an, dass wir ziemlich bald bei Dir vorbeischauen werden, vielleicht kannst Du den Gerd ja wieder einrenken, hier gab's leider nur die Moeglichkeit, in der Apotheke solche Waermepflaster zu kaufen und ihm den dicken Fleece-Schal um den Hals zu wickeln...
So, jetzt aber zum Wesentlichen, unseren letzten Tagen hier in Neuseeland:
Am Donnerstag sind wir bei ziemlich vielen Wolken wieder Richtung Auckland gefahren und hatten schon ein bisschen Angst, dass es an unserem letzten Womo-Tag doch noch regnen koennte. Wieder mal hatten wir aber Glueck und als wir die Sheepworld in der Naehe von Warkworth besuchten, kam zwar nur ganz kurz mal die Sonne raus, aber es regnete nicht!!!
In der Sheepworld hatten Gerd und ich nochmals ausgiebig die Moeglichkeit, um Schafe und Laemmer zu streicheln und Alpakas, Ponys, Esel, Schweine, Ziegen, Hennen und Aale (!!!) zu fuettern...
Klaro, total tourimaessig natuerlich mit extra abgepacktem Futter, das man dort kaufen konnte, aber Spass gemacht hat's uns trotzdem und ein kleines Schweinchen hat den Gerd so sehr ins Herz geschlossen, dass es uns eine ganze Weile lang hinterhergelaufen ist...
Dann sind wir noch ein halbes Stuendchen bis Orewa gefahren und dort das letzte Mal auf einen Campground!
Wir haben ein letztes Mal im Camper gekocht, dann mussten wir packen und putzen - hat ganz schoen lange gedauert, bis alles verstaut war - unglaublich, was in so einen kleinen Camper alles reinpasst und wie lange es dauert, bis alles wieder in den Reisetaschen drin ist!
Am naechsten Morgen haben wir dann zum letzten Mal "gedumpt" (Abwassertank und Toilette gereinigt) und ab ging's Richtung Auckland.
In der Naehe vom Flughafen haben wir das Womo bei der Maui-Stationabgegeben, hat alles problemlos geklappt, obwohl wir am Vortag nochmals einen ziemlichen Steinschlag abbgekommen haben! Aber zum Glueck war die Scheibe nicht total hin und der Abgabetermin stand ja ohnehin schon unmittelbar bevor...
Dann sind wir mit dem Taxi zum Hotel gefahren! War schon ein komisches Gefuehl, so ohne Womo...
Insgesamt sind wir mit den beiden Campern, die wir hatten, uebrigens ueber 4.500 km gefahren!!!
Das Hotel ist superschoen und zentral gelegen, ca. 50 m von einer Starbucks-Filiale entfernt ;-)
Mittags sind wir dann mal ein bisschen durch die Stadt gelaufen, waren von den Menschenmassen aber wieder mal total ueberfordert, ich hoffe, dass wir nicht "menschenscheu" geworden sind, aber das war echt fast zu viel fuer uns!
Abends haben wir uns dann mit dem Bekannten vom Sepp getroffen, dem Egon Eberle, der 1999 hier nach Neuseeland ausgewandert ist und auch als Rettungsassistent, besser gesagt als "Paramedic" hier arbeitet!
Zuerst hat er uns eine Rettungswache hier in der Stadt gezeigt, dann sind wir mit ihm zum Essen gegangen und haben so die Gelegenheit gehabt, noch viel ueber Neuseeland und das "richtige Leben" hier zu erfahren - an dieser Stelle nochmals ein grosses Dankeschoen an Egon!!!
Uebrigens Pam (meine Kollegin ist gemeint!) - der Egon ist der Cousin von Deinem Architekten, dem "Hanni Eberle" - wie klein die Welt doch ist, oder?!?
Heute morgen haben wir dann im Hotel gefruehstueckt und haben noch mit "zu hause" telefoniert und dann hat der Gerd gemerkt, dass es mit seinem Nacken immer schlimmer wird und so sitze ich nun hier und der Gerd im Hotel (bzw. er wird wohl eher liegen...)
Nachdem Ihr nun alle wieder informiert seid und es bei uns auch nicht mehr viel zu schreiben geben wird, geh' ich nun wieder mal nach dem Gerd schauen und bring' ihm den georderten Frappuccino mit!
Morgen mittag um 13.25 Uhr heisst es dann fuer uns endgueltig Abschied nehmen von diesem unbeschreiblichen, wundervollen, abwechslungsreichen Land, es war ein wirklicher Traumurlaub und wer Lust hat, kann gerne alle Bilder, die wir gemach haben, bei Gelegenheit mal anschauen, aber bitte viel Zeit mitbringen ;-)
Leider kann ich keine neuen Bilder einstellen, dafuer ist der Gerd zustaendig, aber zumindest mit dem neuen Bericht hab' ich es ganz allein hinbekommen!
Ich hoffe, Ihr seid stolz auf mich ;-)
Alles weitere berichten wir dann, wenn wir wieder zu hause sind, wir freuen uns schon auf Euch!!!
Freitag, 30. November 2007
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2 Kommentare:
Hallo Bine und Gerd,
bin beim Lesen auf Egon Eberle gestoßen. Habe mit Ihm in Ulm zusammen in der Rettung (DRK) gearbeitet. Habe Ihn beim Auswandern aus den Augen verloren.
Würde mich freuen wenn Ihr mir die e-Mail-Adresse von Ihm hättet. Oder meine an Ihn weiterleten würdet Thomas.nagel@gmx.ch.
Vielen Dank im Voraus.
Thomas N.
Hallo Bine und Gerd !!!
Mir geht es praktisch wie Thomas Nagel vor mir. Ich habe Egon auch total aus den Augen verloren und auch noch die Email verbummelt. Shame on me !!
Bitte bitte bitte schickt mir doch seine email und richtet ihm nen gaaaanz lieben Gruss aus. Es waere ganz toll ich koennt mich bei ihm melden.
1000 Dank !
I.junge
ijunge@yahoo.com
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